10
Mai
2005

Warum erst jetzt?

Heute wurde in Berlin ist das Holocaust-Mahnmal

stelen

nach jahrelanger Planung und Bauzeit eröffnet.
Das Mahnmal solle an das entsetzlichste der Verbrechen Nazideutschlands, die Vernichtung der Juden Europas erinnern.

Seit 5 Jahren gibt es am Judenplatz im Zentrum Wiens ein Mahnmal

judenplatz1

als Symbol für die Vernichtung der jüdischen Gemeinde Wiens.


"Der Budapester Jude Theodor Herzl musste das Wien der achtziger und neuziger Jahre erleben, um den Judenstaat zu erfinden.
Der Prager Jude Viktor Adler organisierte von Wien aus die Arbeiterbewegung der Monarchie.
Der Prager Jude Franz Werfel, der galizische Jude Joseph Roth und der bulgarische Jude Elias Canetti entwickelten sich in Wien zu den bedeutendsten Dichtern nach dem Zusammenbruch der Monarchie.
Der mährische Jude Sigmund Freud machte Wien zur Geburtsstadt der Psychoanalyse...
Man nehme die Juden aus der Wiener Geschichte - was bleibt, ist ein Torso."


(Aus: Hellmut Andics: "Die Juden Wiens")

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RokkerMur - 10. Mai, 17:56

Mir gefällt das Hrdlicka-Denkmal am Albertinaplatz sehr gut.
Wie durch ein Wunder ist es bis jetzt von Beschmierungen geschützt worden.
Hast du das absichtlich nicht aufgezählt ? ;)

eclipse - 10. Mai, 18:00

@RokkerMur

nein,in dem fall ging mir das nicht über meinen gedanken..ich dachte wie gut ist es dass wir es schon bereits seit 5 jahren haben dieser Denkmal,und es sollte viel fürher schon geschehen.
RokkerMur - 10. Mai, 18:05

@eclipse
Ich kann leider deine Gedanken nicht lesen ;)
eclipse - 10. Mai, 18:21

@RokkerMur

Übrigens:
Das Mahnmal ist von Rachel Whiteread und es ist eine Stahlbetonkonstruktion mit einer Grundfläche von 10 x 7 Metern und einer Höhe von 3,8 Metern. Die Außenflächen des Kubus sind durchmodelliert als nach außen gewendete Bibliothekswände. Auf Bodenfriesen, die rund um das Mahnmal eingelassen sind, sind die Namen jener Orte festgehalten, an denen österreichische Juden während der NS-Herrschaft zu Tode kamen.

Alfred Hrdlickas "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" ist auf dem Albertina Platz (Die Figur des die Straße waschenden Juden).

hrd2
venus - 10. Mai, 20:40

Denkmäler können viele Gesichter haben.

creature - 10. Mai, 20:50

ich erinnere mich noch an den wiederstand als diese mahnmale errichtet wurden. Hrdlicka wurde beschimpft als österreichfeind und stalinkommunist, und der erste bezirk wäre sowieso nicht geeignet, wegen der "touristen". ein dank noch an die politiker von damals die trotz der beschimpfungen diese idee verwirklichten. hätte es eine volksbefragung gegeben wär sie sicher anti denkmal ausgegangen. "fir wos brauch ma des".
RokkerMur - 10. Mai, 21:43

@eclipse
Als damals die Eröffnung war und ich den Zilk gesehen habe bin ich gegangen.
War alles voller Polizei.
1 Jahr später war Hrdlicka am Volksstimmefest in Geberlaune und hat mangels Gesprächspartner mir einen Wodka nach dem anderen ausgegeben.
Keine Ahnung wie ich nach Hause gekommen bin ;)
eclipse - 10. Mai, 23:55

@venus

Wie Recht Sie haben Frau Venus!
eclipse - 11. Mai, 00:24

@creature

...die widerstand,als diese mahnmale errichtet wurde..

wir müssen gar nicht so weit gehen.es war immer schon so in österreich:
als jelineks "sportstück" im burgtheater uraufgeführt wurde,gab es buhrufe,jetzt nach dem nobel preis ist sie hochgejubelt,iher bücher verkaufen sie sich wie die warmen semmeln.
ja die österreichische seele soll man verstehen.
eclipse - 12. Mai, 13:12

@RokkerMur

wie kommt es, dass du soviele prominente kennst?

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