Menschenrechte

27
Jan
2006

Diskriminierende Inserate

Gut gemacht ZARA!

"Wohnung nur an Inländer zu vergeben". "Beruf nur für Österreicher" - zwei Wochen lang haben Zara-MitarbeiterInnen Tageszeitungen und das Internet genau beobachtet. 100 Mal wurden Inserate gefunden, bei denen Wohnungen oder Berufe "nur für Inländer" angeboten wurden.

inserat

"Österreich ist das letzte Land, in dem diese systematisch diskriminierenden Anzeigen noch vorkommen. Es gibt kein anderes Land, in dem das Alltag ist", sagt Dieter Schindlauer, Obmann des Anti-Rassismus-Vereins ZARA.

Laut Gleichbehandlungsgesetz sind in Österreich diskriminierende Stellenausschreibungen verboten.
Von dem diskriminierenden Zusatz "Nur Inländer" sind Österreichweit mehr als 770.000 Menschen betroffen, die nicht österreichische Staatsbürger sind. Dieser Bevölkerungsteil wird damit ganz bewusst und mit erschreckend geringem Aufwand aus dem Arbeits- und Wohnungsmarkt ausgeschlossen.

gemein

E ist beschämend, wenn in Österreich als einziges Land in Europa solche rassistischen Diskriminierungen an der Tagesordnung sind.

Mich wunder es warum erst jetzt?
Ich kann aus eigene Erfahrung ei Lied darüber singen wie schwer Frau/Mann es hat hier zu Lande bei der Jobsuche oder bei der Wohnungssuche, wenn eine(r) nicht den „richtigen“ Pass besitzt.
Mir blieben auch viele Türen verschlossen, ich verstand die Welt nicht mehr.
Das schlimmste war, wenn ich gutgläubig zu Wohnungsbesichtigung ging, und dann wurde es mir ins Gesicht gesagt:
es tut uns leid, aber wir vermieten nicht an Ausländer.
Ich wollte da Fragen stellen wie:
warum, weshalb, brauchen sie ein Leumundszeugnis von mir?

Es waren harte Zeiten, ich fühlte mich als nicht dazu gehörende, Ausgestoßene.
Und damals wie Heute werden immer noch von AusländerInnen wesentlich höhere Preise verlangt als von InläderInnen, und uns blieben nur die substandard Wohnungen.
Jetzt wird sich vieles zum positiven verändern, das hoffe ich und hoffen auch die angagierte MitarbeiterInnen von ZARA.
Danke.

13
Dez
2005

Todesstrafe ist menschenrechtswidrig

Der verurteilte vierfache Mörder Stanley Tookie Williams ist am Dienstag im US-Staat Kalifornien hingerichtet worden.
Zuvor wies Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger eine Begnadigung des Todeskandidaten zurück.

Und das passierte drei Tage nach dem Tag der Menschenrechte.

In der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte steht unter anderem auch dass
„Jeder hat das Recht auf Leben;
Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden;“


Williams war 1979 des vierfachen Mordes schuldig gesprochen worden. Er hat stets seine Unschuld beteuert, jedoch eingestanden, als Mitglied einer Straßenbande vielen Menschen Schaden zugefügt zu haben.
Er schrieb während seiner Zeit im Gefängnis unter anderem Kinderbücher , in denen er vor Straßenbanden warnte.

Es ist ein Armutszeugnis dass ausgerechnet ein Exilösterreicher seine Begnadigung zurück wies.

Der Tatsache dass ich in einem Land lebe, wo die Todesstrafe abgeschafft wurde tröstet mich da nicht.
Ich bin empört darüber dass es immer noch Länder gibt wo Hinrichtungen an der Tagesordnung sind.

8
Okt
2005

Festung Europa

Flüchtlingsdrama in Spanien

Mehr als tausend Afrikaner stürmen Grenze zur Exklave Melilla.
Spanien hat das Nachbarland Marokko zur Anwendung eines bereits 1992 geschlossenen Abkommens zur Rücknahme von Flüchtlingen gedrängt.
Die Flüchtlinge werden ohne wenn und aber abgeschoben.

Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ hatte berichtet, rund 500 Flüchtlinge seien von marokkanischen Polizisten hunderte Kilometer in die Wüste im Landesinneren gebracht worden, nachdem sie aus den Exklaven Melilla und Ceuta abgeschoben worden seien.
Die Menschen dort werden ohne jegliche Nahrung und Trinkwasser ihrem Schicksal überlassen.
Spanien rüstet bereits gegen weitere Flüchtlingsströme auf.
Die spanische Regierung hat angekündigt eine dritte Sperre mit Frühwarnsystemen und Videosensoren bauen zu lassen und die zehn Kilometer lange Trennlinie zu Marokko so zu verstärken.

zaun

Unüberwindbar soll die 2,5 Meter hohe Metallbarriere werden, gleichzeitig sollen die schweren Verletzungen, die sich die Eindringlinge im Stacheldrahtgewirr zum Teil mit Todesfolge zufügten, vermieden werden.

Flüchtlingslager Lampedusa

Gleichzeitig erreichen uns Berichte aus dem südlichen italienischen Flüchtlingslager Lampedusa, wo Misshandlungen an der Tagesordnung sind.
Die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Agrigent hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Vorwürfe der schweren körperlichen Misshandlungen und Verletzung der Menschenrechte im Flüchtlingslager zu klären, berichteten italienische Medien am Samstag.

flchtlinge

In Lampedusa herrschen nach einer Bericht des Nachrichtenmagazins "L´Espresso" "KZ-Lager“ ähnliche Zustände.

Hungerstreik in österreichischen Schubhaft

Im Fall des am Dienstag im Hungerstreik verstorbenen Linzer Schubhäftlings ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.
Über 600 Schubhäftlinge sind im Vorjahr in Österreich freigekommen, weil sie in Hungerstreik getreten sind.
Der Hungerstreik ist eines der tauglichsten Mittel, um der Schubhaft zu entkommen.

Warum streiken so viele Schubhäftlinge?
Den Grund soll man vor allem in den schlechten Haftbedingungen suchen.
Statt moderne Schubhaftzentren zu bauen, werden in Österreich Schubhäftlinge immer noch in alten Polizeigefängnissen untergebracht obwohl sie keine Kriminellen sind.
Diese Menschen sind verzweifelt, die haben nur einen Ausweg der des Hungerstreiks.

Die Österreichische Regierung will diese Menschen notfalls zwangsernähren .
Was wiederum menschenrechtswidrig ist. Sollte sich ein Schubhäftling an das Europäischen Gerichtshof wenden, werde Österreich mit Sicherheit verurteilt.


Drei Beispiele aus drei Ländern Europas um zu demonstrieren wie man überall versucht unseren Kontinent zu beschützen.
Die Festung Europa steht bereits und wird weiter gefestigt.
Keine/r soll hier unerlaubt rein. Die Grenzen werden dicht gemacht.

Der Exodus der dritter Jahrtausend beginnt erst jetzt.

Wo bleiben die Menschenrechte, die Menschlichkeit ?
Wo bleibt eine gemeinsame europäische langfristige Konzept, wie man mit der Zuwanderung aus anderen Kontinenten umgeht?

24
Mai
2005

Ethisch/menschlich vertretbar?

Im vergangenen Jahr mussten in Österreich mehr als 1.000 Personen nach Hungerstreiks aus der Schubhaft entlassen werden.
Dem will der Staat künftig mit der Möglichkeit zur Zwangsernährung begegnen.

Wiener Ärzte melden auch bedenken weil neben der Sorge um verstärkte Selbstbeschädigungs- und Selbstmordversuche wirft das Mittel der Zwangsernährung Fragen des medizinisch-ethischen Selbstverständnisses auf.

Wir Europäer plädieren immer für die Bewahrung der Menschenrechte.
Meiner Meinung nach Zwangsernährung ist schlicht und einfach Menschenrechtswidrig.
Es ist der letzter Mittel womit sich der Gefangener in Schubhaft artikulieren, sein Unmut aufzeigen kann gegen Ungerechtigkeiten.
Er hat kein anderer Mittel mehr.
Oft bekommen diese Menschen keinen rechtlichen Beistand oder Dolmetscher.

Ich fände es Schade und Schande für unsere Demokratie. Und es wäre ein weiterer Rückschritt.

Eine Anmerkung am Rande:
Laut einer ORF Umfrage sind 51% der ÖsterreicherInnen für eine Gesetzliche Zwangsernährung, 39% sind dagegen.
Und 82% meinen, dass Asylanten aus wirtschaftlicher Gründen zu uns kommen, nur 18% sind der Meinung dass sie politisch verfolg gewesen sind.

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