Werbung

23
Mai
2005

Bissig

Hunde in der Stadt sind immer wieder ein Thema, bei dem die Emotionen hoch gehen.
Dass auch noch ein gezeichneter Hund für Diskussionen sorgen kann, das ist allerdings neu. Nun gut, er sieht zwar ganz putzig aus, aber er verhält sich ziemlich böse. Beißt er doch jener gezeichneten Figur die ihn streichelt danach den Unterarm ab.

hund

Auf diesen wilden Hund ist die Werbung gekommen.
Das Plakat wirbt für die Wiener Festwochen.
Während die Macher [Demner, Merlicek & Bergmann] darauf verweisen, dass sie eben für ein „bissiges“ Kunst & Kulturfestival werben, finden das viele Hundefreunde gar nicht lustig.

Im Gegenteil. Die Emotionen beim Thema Hund gehen hoch.
In Österreich sind schon viele Hundefreunde mobilisiert und aktiv, eine Beschwerde liegt bei Österreichischem Werberat . Niemand weiß, warum die Festwochen mit solch einem Plakat beworben werden.
Ich sehe es zwar gelassen, da ich keine Hunde habe,
aber ich kann beim besten Willen keinen Zusammenhang erkennen zwischen Kunst und Hund.

14
Mai
2005

Schockwerbung

Vor fünf Jahren gab es noch ein Strategieprogramm mit dem Titel: Österreich und der „Europäische Alkohol Aktionsplan“

Und jetzt das:
Das Verkehrsministerium startet landesweit eine Werbekampagne gegen Alkolenker und Raser.
Die ersten Werbungen werden erst als Versuch in der Steiermark ausgestrahlt.
Verkehrsminister Gorbach ist von der Idee begeistert.
Das Konzept wurde gemeinsam von un mit zahlreichen Experten erarbeitet.
Es geht darum mit erschreckenden Beispielen vorgehen.

Der Spot wurde in Irland gedreht und dort erfolgreich eingesetzt.
Im konkreten Fall geht es um Jungendliche,die fröhlich feiern,dabei Alkohol konsumieren.
Nachher auf dem Heimweg überfährt einer der Jungedlicher einen Kind.
Es wird gezeigt der Kindesvater ,wie er sein totes Kind im Arm hält.
Unter die Haut gehen nicht nur die drastische Bilder, sondern auch die abschließende Frage:
„Könntest du damit leben?“
Um nachdenken wie es hieß. Um erschrecken.

Ich frage mich wie weit darf Werbung gehen?
Wir wissen ohne hin,dass Alkohol am Steuer verboten gehört.
Wesentlich sinnvoller erschiene es mir, wenn man Werbung für Alkohol verbieten würde ,so wie es bei der Tabak-Werbung schon der Fall ist.

Wie viele Menschen würden nach so einen Werbung noch mal traumatisiert? Von beiden Seiten:
Sowohl die überlebende Opfern von Unfällen, oder die Angehörige von Opfern, sowie die so genannte „Täter“ .
Also auch Leute die solche Unfälle ungewollt verursacht haben.
Alle diese betroffene stehen unter Schock, brauchen Therapie um das erlebte zu verarbeiten.
Wenn diese menschen solche Bilder sehen werden, werden sie von neuem traumatisiert.
Opfer und „Täter“ und Angehörige.
Daran haben die „Experten“ nicht gedacht?

27
Apr
2005

Clown&Werbung

Ronald McDonald's, der Clown der gleichnamigen Fastfood-Kette, hält Vorträge in Kindergärten über gesundes Essen , unterstützt mit Fördergeldern des Gesundheitsministeriums.

kind1

Begleitend dazu erlernen die Kinder McDonald's Songs,das Erkennen des Firmenlogos und bekommen Werbematerial wie z.B. Ronald-McDonald-Puzzles ausgehändigt.

Inwiefern ist es gerechtfertigt, einen Konzern als
Gesundheitsberater in öffentlichen Kindergärten auftreten zu lassen?

So tragen unsere Politiker dazu bei,dass der
Fast-Food Generation nicht ausstirbt.

25
Apr
2005

Frauen & Werbung

Werbung und Medien sind so sexistisch wie nie.
Eine braucht nur an einer Handvoll Plakatwände vorbeizukommen:
dose
Wenn Gina Wild in Pornofilmen einen Penis mit ihren Brüste bearbeitete, war dies nur ab 18 Jahren freigegeben. Wenn Michaela Schaffrath (so ihr wahrer Name) das gleiche mit einer länglichen Dose macht, hängt es an jeder Straßenecke,
oder es genügt ein paar Zeitschriften durchzublättern: überall werden magere, hilflose, nackte oder wenig bekleidete Frauen zur Schau gestellt.
Frau als Sexobjekt:
linse
Ein blanker Hintern steigert offenbar den Umsatz.
Frauen sollen als Dekoration dienen, um Männern ein Produkt schmackhaft zu machen. Oder sie sollen als Illustration dienen, für Frauen, damit sie sehen, wie sie ihre Körper zurichten müssen, um einen Mann abzubekommen.

Und als Erinnerung daran, dass einen Mann zu kriegen und bei sich zu halten das vordringliche Ziel im Leben einer Frau ist.

11
Mrz
2005

Wie du und ich

Ein Kosmetikhersteller hat für sich die „normalos“entdeckt..die Menschen in der Werbung wie du und ich.

lever

Die sollen hässlich sein dürfen,fett,alt..“normal“halt.
Gott sei dank! Ich bin erleichtert.

Vorbei die Zeiten wo Modells unter Bulimie und Aneroxie leiden müssten um Schönheitsideale zu entsprechen.
Jetz sind wir dran: Frauen die gewichtig sind,die nicht mehr die jüngste sind,die nicht schön sind.

Und das hat eine andere Perspektive auch:
Gerade Heute wann es immer mehr Frauen arbeitslos sind,eröffnen sich für uns Türen und Toren in der Welt der Modebranche! Neue Chancen einen Job zu haben,weil wir dann diesen neuen Idealen erfüllen.

Warum lässt mich trotzdem diese Meldung kalt? Weil ich mich nie besonders berufen gefühlt habe in diesem Bereich fuß zu fassen.
Aber der Gedanke ist schon beruhigend um zu wissen,das ich dadurch auch im hohem Alter beschäftigt würde!
Und das ich demnach meinen jährlichen Winterspeck nicht bekämpfen sollte.
Und das ich mich nicht unbedingt schminken muss,weil ich werde am Arbeitsplatz professionell geschminkt.
Und das ich nicht frustriert sein soll,weil ich kein zwanzig bin,das ist auch natürlich keine Nebensache.

Wie auch immer..es ist nur ein Hersteller der das als Experiment jetzt ausprobiert,ich denke nicht, dass es ein dauer Zustand wird,endlich mal normale Gesichter auf Plakaten zu bringen.
Was solls? Meinen Gesicht würde ich nicht anbieten wollen,es ist mir viel zu kostbar,viel einzigartig mit all seinen Makeln.
Und ich werde in Zukunft mein Einkausverhalten auch nicht verändern,und nur deshalb mir Produkte zu kaufen,weil es jetzt diese Produkte von „normalen“Frauen angeboten werden.
Ich finde Werbungen für den Wirtschaft unerlässlich,aber für meinen Person eher als amüsant und nichts weiter.

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