14
Mai
2005

Schockwerbung

Vor fünf Jahren gab es noch ein Strategieprogramm mit dem Titel: Österreich und der „Europäische Alkohol Aktionsplan“

Und jetzt das:
Das Verkehrsministerium startet landesweit eine Werbekampagne gegen Alkolenker und Raser.
Die ersten Werbungen werden erst als Versuch in der Steiermark ausgestrahlt.
Verkehrsminister Gorbach ist von der Idee begeistert.
Das Konzept wurde gemeinsam von un mit zahlreichen Experten erarbeitet.
Es geht darum mit erschreckenden Beispielen vorgehen.

Der Spot wurde in Irland gedreht und dort erfolgreich eingesetzt.
Im konkreten Fall geht es um Jungendliche,die fröhlich feiern,dabei Alkohol konsumieren.
Nachher auf dem Heimweg überfährt einer der Jungedlicher einen Kind.
Es wird gezeigt der Kindesvater ,wie er sein totes Kind im Arm hält.
Unter die Haut gehen nicht nur die drastische Bilder, sondern auch die abschließende Frage:
„Könntest du damit leben?“
Um nachdenken wie es hieß. Um erschrecken.

Ich frage mich wie weit darf Werbung gehen?
Wir wissen ohne hin,dass Alkohol am Steuer verboten gehört.
Wesentlich sinnvoller erschiene es mir, wenn man Werbung für Alkohol verbieten würde ,so wie es bei der Tabak-Werbung schon der Fall ist.

Wie viele Menschen würden nach so einen Werbung noch mal traumatisiert? Von beiden Seiten:
Sowohl die überlebende Opfern von Unfällen, oder die Angehörige von Opfern, sowie die so genannte „Täter“ .
Also auch Leute die solche Unfälle ungewollt verursacht haben.
Alle diese betroffene stehen unter Schock, brauchen Therapie um das erlebte zu verarbeiten.
Wenn diese menschen solche Bilder sehen werden, werden sie von neuem traumatisiert.
Opfer und „Täter“ und Angehörige.
Daran haben die „Experten“ nicht gedacht?

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Perdi - 14. Mai, 18:39

Ich hatte...

voriges Jahr einen Unfall mit einem Radfahrer (nüchtern ) es war ganz alleine MEINE Schuld!
Es ist nicht wirklich viel passiert, er hatte Abschürfungen, aber heute noch wird mir, wenn ich im Fernsehprogramm einen stürzenden Radfahrer sehe (und sei es nur Slapstick), übel!
Wie fürchterlich muss es für die Betroffenen sein, wo schrecklicheres geschehen ist!

Liebe Grüße und schöne Feiertage!

eclipse - 15. Mai, 01:08

@Perdi

Ja,gerade das habe ich auch gemeint.
Es werden wieder traumatische Errinerungen wach.Ich hatte noch gott sei dank keinen Unfall,aber ich kann sehr gut nachvollziehen wie es wäre,wenn ich welche hätte und dann so eine Werbung!

Ich wünsche auch schöne Pfingstfeiertage!
Alles liebe!
RokkerMur - 15. Mai, 10:24

@perdi
Der Radfahrer war nüchtern ? ;))))
creature - 14. Mai, 19:04

ich dachte schon seit jahren das solche bilder mehr effekt hätten als alle verbote und netten hinweise.
ich war lange jahre täglich im land unterwegs und hab grauenvolle unfälle gesehen, life und nicht nur als film, ich bin mir bei jeder autofahrt über die folgen bewußt und fahre dementsprechend, egal wie eilig ich es auch habe.
schon in der fahrschule ist mir aufgefallen wie die jungen burschen übers autofahren redeten, welch tollen wagen ihre eltern ihnen schon in die garage stellten und welche musikanlagen sie dann einbauen.
vom bewußtsein das autofahren eine verantwortung ist hab ich nichts gehört!
die wirklichkeit soll einem reifen menschen zumutbar sein, und wenn nicht soll er nicht autofahren.

eclipse - 18. Mai, 00:45

@creature

die wirklichkeit soll einem reifen menschen zumutbar sein
das ist richtig!
ich rede aber über menschen die schon beteiligt waren an einem unfall.wie würden diese reagieren auf solche werbung?
creature - 18. Mai, 00:52

ich denk es geht darum zukünftiges leid zu verhindern.
und jemand der ein trauma hat kann das auf therpeutischen weg verarbeiten, trauma heißt ja auch das er dieses geschehen noch nicht bewußt verarbeitet hat, also wäre es zeit einmal damit anzufangen!
es gibt schon so aktionen wo menschen die einen schweren unfall verursachten in fahrschulen gehen und darüber mit zukünftigen lenkern sprechen, das hilft beiden seiten.
eclipse - 18. Mai, 01:00

@creature

du bist also befürworter der schockeffekt im werbung.
ich bin dagegen.eine therapie dauert oft jahren..wenn jemand dabei wieder diese bild sieht,wird rückfällig.
ich bin für jeder art der therapie.auch in fahrschulen.
creature - 18. Mai, 01:10

"du bist also befürworter der schockeffekt im werbung" /das ist ein spiel mit worten.
ich meine, ein autofahrer soll sehen was er anrichtet wenn er betrunken, auf medikamente oder in einer gefühlsmäßigen wallung ein auto lenkt.
das dies eine "verantwortung" beinhaltet ist leider nicht sehr verbreitet.
werbung passt da nicht, darunter versteht man ein produkt bekannt zu machen.
und schockeffekt ist so ein seltsames wort, wie ins gesicht geknallt.
ich meins ganz, ganz anders und nicht so plakativ.
bilder sagen mehr als worte ist eine bekannte tatsache.
eclipse - 18. Mai, 01:46

@cretaure

du hast recht damit:"schockeffekt ist so ein seltsames wort, wie ins gesicht geknallt."
es war nicht mein absicht mit worten zu spielen.sorry.
creature - 18. Mai, 10:44

liebe eclipse, ich lass deine meinung schon gelten, so unrecht hast du ja nicht mit dem trauma mancher menschen.
ich bin halt in manchen dingen sehr pragmatisch weil ich mir denke die menschen wollen das zuckerbrot nicht annehmen und die peitsche hat mehr wirkung!
dnepr - 14. Mai, 23:28

in der schule wurde uns damals eine raucherlunge vorgeführt,kein bild sondern so richtig schön in spiritus eingelegt,als schocktherapie.geholfen hat es null danach gingen wir erst mal alle eine rauchen auf den schock.potentielle "täter" ,obwohl sie teilweise auch opfer sind schreckt das nicht ab ,weil sie die bilder verdrängen.die opfer sollcher unfälle können nicht verdrängen ,die die solche unfälle provoziert haben warscheinlich auch nicht.aber zu verhütung bringt das gar nichts es tut nur weh(den falschen)

eclipse - 18. Mai, 00:46

@dnepr

genau so sehe ich auch das problem.aus der sicht der opfer.
stationsaufsicht - 15. Mai, 23:28

Fahrscheinkontrolle !
Ihr seid alle verdächtig.

eclipse - 18. Mai, 00:50

@stationsaufsicht

na sowas!
ich bin bekennende fahradfahrerIn!
haha etschipetsch :-))

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